Januar

Während der Garten in der frostigen Jahreszeit mit Schnee und Raureif bedeckt ruht, erfreuen uns im Warmen Zimmerpflanzen mit ihrem Grün oder ihren Blüten. Damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen haben, sollten Sie besonders während der Heizperiode auf Schädlingsbefall und eine ausreichende Pflege achten.

Orchideen Winterpflegeprogramm

Mit der richtigen Pflege und einem geeigneten Standort verzaubern uns Orchideen auch im Winter mit einer lang anhaltenden Blütenpracht. Beim Standort sollten Sie in der kalten Jahreszeit darauf achten, dass die exotischen Schönheiten beim Lüften der Räume nicht direkt am Fenster stehen. Bereits bei Temperaturen um 0°C können an der Pflanze Frostschäden auftreten. Im Winterhalbjahr leiden zudem viele Orchideen unter Lichtmangel. Werden die Blätter gelb und orientieren sich stark zu einer Seite, sollten Sie die Pflanze unbedingt an einen helleren Standort stellen, aber auf keinem Fall der direkten Sonne aussetzen. Damit sich Orchideen wohlfühlen, brauchen Sie neben ausreichend Licht auch eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die trockene Heizungsluft im Winter kann zum vorzeitigen Verlust der Blüten führen. Kontrollieren Sie regelmässig das Raumklima und sorgen Sie bei Bedarf für zusätzliche Feuchtigkeit, zum Beispiel mit den Gesal Blattpflegetüchern für Orchideen oder der Gesal Blattpflege für Orchideen. Das Pflegespray fördert ein optimales Pflanzenklima und schützt vor hässlichen Staub- und Kalkablagerungen.

zum Pflanzenratgeber: Orchideen

Zimmerpflanzen richtig giessen

Es gibt leider kein Patentrezept wie oft und wie viel Sie eine Zimmerpflanze giessen sollten. Der Wasserbedarf von Pflanzen ist abhängig von ihrer Art, den Lichtverhältnissen und der Temperatur. Grundsätzlich gilt: je weniger Licht und je niedriger die Temperatur, desto geringer ist das Pflanzenwachstum und der damit verbundene Wasserbedarf. Im Winter sollten Sie daher die Bewässerung Ihrer Zimmerpflanzen reduzieren. Greifen Sie zudem beim Anblick von welken Blättern nicht sofort zur Giesskanne. Neben Wassermangel können auch Wurzelfäulnis oder Sauerstoffmangel aufgrund der Vernässung der Blumenerde die Ursache sein. Prüfen Sie vor jedem Giessen mit dem Daumen wie feucht die Blumenerde im Topf ist. Eine erneute Bewässerung der Zimmerpflanze ist erst notwendig, wenn sich die Blumenerde trocken anfühlt.

Blätter reinigen

In den Wintermonaten steht den Pflanzen wenig Tageslicht zur Verfügung. Damit Sie das vorhandene Licht möglichst gut nutzen können, sollten Sie die Blätter regelmässig vom Staub befreien. Bei grossblättrigen Zimmerpflanzen, wie zum Beispiel Fensterblatt und Gummibaum, können Sie die den Staub einfach mit einem Tuch abwischen. Zimmerpflanzen mit kleinen Blättern hingegen freuen sich über eine wohl temperierte Dusche. Achten Sie beim Abduschen darauf, dass der Wurzelballen vor dem Wasser geschützt ist.
 

Trockenschäden bei Immergrünen vermeiden

In niederschlagsarmen Wintern erfrieren viele Immergrüne auf Balkon- und Terrasse nicht, sondern Sie verdursten. Buchsbaum, Konifere und Co. verdunsten an sonnigen, frostfreien Tagen kontinuierlich Wasser über die Blätter. Gefriert die Blumenerde im Kübel, kann die Pflanze den Wasserverlust über die Wurzeln nicht mehr ausgleichen. Die Blätter vertrocknen und es kommt zum Blattfall. Um Trockenschäden zu vermeiden, sollten Sie die Kübel mit Vlies und Abdeckmaterial vor dem Durchfrieren schützen. Giessen Sie zudem ihre Immergrünen an frostfreien, sonnigen Tagen ausreichend. In sonnigen Frostperioden beugt etwas Schatten und ein windgeschützter Standort einer zu starken Verdunstung über die Blätter vor.

Vögel füttern

Mit einem Vogelfutterhaus lassen sich im Winter unsere heimischen Vögel aus nächster Nähe beobachten. Dies ist nicht nur für Kinder- und Jugendliche ein ganz besonderes Naturerlebnis. Doch was müssen Sie beachten, damit Sie nicht nur Freude an der Fütterung haben, sondern den Vögeln auch etwas Gutes tun? Beim Aufstellen des Futterhauses auf Balkon- und Terrasse, sollten Sie einen Platz wählen, von dem aus Sie die Vögel gut beobachten und an den sich Katzen nicht anschleichen können. Zum Schutz vor Kollisionen, sollten Sie zudem gefährliche Fensterscheiben in der direkten Umgebung des Futterhauses mit Motiven bekleben. Füttern Sie die Vögel nur an frost- und schneereichen Tagen, denn bei milden Temperaturen finden Sie in der Natur ausreichend Nahrung. Als Futter eignet sich eine handelsübliche Freiland-Futtermischung, die neben Sonnenblumenkernen eine Vielzahl von Körnern in unterschiedlicher Grösse enthält. Um die Verbreitung von Infektionen unter den Vögeln zu vermeiden, sollten Sie das Futterhaus täglich mit nur wenig Futter bestücken und es regelmässig mit heissem Wasser reinigen. Verwenden Sie dazu aus hygienischen Gründen Handschuhe.

Schnee entfernen

Schnee verzaubert in diesen Tagen unsere Landschaft in ein traumhaftes Wintermärchen. So schön die weisse Pracht anzusehen ist, für unsere Kübelpflanzen kann zu viel Schnee schnell eine Belastung werden. Bei starkem und lang anhaltend Schneefall biegen sich die Äste unter der Schneelast in Richtung Boden. Damit die Pflanzen nicht auseinander brechen oder Äste abknicken, sollten Sie vor allem Immergrüne Gehölze, wie Rhododendron und Kirschlorbeer, vorsichtig vom Schnee befreien. Schütteln Sie den Schnee einfach von den Zweigen oder streichen Sie Ihn vorsichtig mit einem Besen herunter.

Wühlmäuse bekämpfen

Zu den unbeliebtesten Gartenbewohnern zählen neben den Schnecken die Wühlmäuse. Sie schädigen Pflanzen durch Benagen oder Fressen von Wurzeln, Knollen und Zwiebeln. Besonders beliebt auf Ihrem Speiseplan sind Obstbäume, Möhren und Tulpenzwiebeln. Und auch der Rasen wird häufig nicht verschont, denn durch ihre Wühltätigkeit schädigen Sie die Grasnarbe und hinterlassen unschöne Kahlstellen. Der Schaden durch Wühlmäuse ist vor allem im Herbst und Winter besonders gross, da die grosse Population auf knapper werdende Nahrungsquellen trifft. Wenn Sie in Ihrem Garten einen Erdhaufen entdecken, sollten Sie zunächst prüfen, ob dieser von einer Wühlmaus oder einem Maulwurf stammt. Maulwürfe unterliegen im Gegensatz zu Wühlmäusen dem Naturschutz, sie dürfen nur vertrieben und nicht gefangen oder getötet werden. Das Werk einer Wühlmaus erkennen Sie im Vergleich zu einem Maulwurf daran, dass der Erdhaufen niedriger, in der Form unregelmässig, die Erde feiner und meist mit Pflanzenresten vermischt ist. Zudem liegt der Gang unter dem Erdhaufen meist nicht mittig, sondern etwas seitlich versetzt. Handelt es bei ihrem ungebetenen Gast tatsächlich um eine Wühlmaus, sollten Sie mit einer Verwühlprobe testen, ob der Gang noch bewohnt wird. Erst im Anschluss sollten Sie mit der Bekämpfung starten. Wühlmäuse, die unter Wegen, Terrassen und Teichen Schäden durch das Graben von Gängen anrichten, lassen sich in den Wintermonaten aufgrund von Futterknappheit besonders gut mit Wühlmaus-Ködern bekämpfen.

Rasen nicht betreten

Ein schneereicher und nasser Winter ist für jeden Rasen ein Härtetest. Damit Ihr Rasen den Winterstress möglichst unbeschadet übersteht, braucht er Ruhe und sollte nicht Betreten werden. Bei geschlossener Schneedecke oder Frost sind die Gräser sehr empfindlich und brechen unter Belastung schnell ab. Aber auch bei Tauwetter und Nässe schädigt jeder Schritt auf dem Rasen. Die Struktur des aufgeweichten Bodens wird verdichtet, es können dadurch unschöne Kahlstellen entstehen, die nur durch Auflockerung und Nachsaat im Frühjahr behoben werden können. Im Winter gilt somit die goldene Regel: Rasen nicht betreten!

Den Einkauf von Saatgut planen

Bereits Ende Februar können Sie mit den ersten Aussaaten im Zimmergarten starten und auch die Direktsaat ins Freiland lässt bei vielen Kulturen nicht mehr lange auf sich warten. Zeit die Aussaat und den Saatguteinkauf zu planen. Vor dem Kauf von neuem Saatgut sollten Sie zunächst die Restbestände aus dem vergangenen Jahr sichten. Sofern diese trocken und luftdicht gelagert wurden, können sie ihre Keimfähigkeit ohne Probleme über mehrere Jahre erhalten. Eine Keimprobe auf der Fensterbank schützt Sie vor böse Überraschungen und kann bereits jetzt vorgenommen werden.