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Gestalten: Ein Fleckchen Erde für Hunde

Nicht nur wir geniessen unser kleines, grünes Fleckchen Erde vor der eigenen Haustür - auch unsere felligen Vierbeiner verbringen hier oft einen Grossteil ihrer Zeit: schnuppern nach fremden Gerüchen, jagen voller Freude Vögeln hinterher oder erholen sich im Schatten des Apfelbaumes von einer langen Sonntagswanderung. Doch wie gestaltet man eigentlich einen Garten, in dem Hunde sich besonders wohlfühlen – und hält sie zugleich davon ab, sich durch die frisch gepflanzten Blumenbeete zu buddeln?

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Eine Spielwiese zum Toben

Damit sich der Hund ein wenig austoben kann, bietet sich eine grosse Rasenfläche an. Gerade für Spiele wie Frisbee oder Hol-das-Stöckchen ist eine grössere Fläche schön, auf der Ihr Hund einige Meter zurücklegen kann. Sie können die Rasenfläche auch dafür nutzen, einen kleinen Hindernis-Parcours aufzubauen, den Sie dann gemeinsam mit Ihrem Hund durchlaufen. Ein weiteres schönes Spiel, bei dem der Hund ein wenig durch den Garten laufen seine Nase trainieren kann, ist das Futtersuch-Spiel. Damit der Rasen die sportlichen Aktivitäten aushält, ist ein langlebiger und robuster Spiel- und Sportrasen empfehlenswert.

buddelnder Hund

Schleichwege und Buddelecke komplettieren das Hundeparadies

Neben der reinen Rasenfläche sind aber auch kleinere Schleichwege oder eine Buddelecke wunderbare Möglichkeiten, um dem Hund – insbesondere, wenn er einige Zeit alleine im Garten verbringt – ein wenig Abwechslung zu bieten. Hierfür bietet sich in der Regel der hintere Bereich des Gartens an, der meist etwas entfernt von der belebteren Terrasse liegt. Das hat zugleich den Vorteil, dass die Buddelecke nicht direkt im Blickfeld der Terrasse liegt - denn optisch ansprechend sieht so eine Buddelecke eher nicht aus. Doch für viele Buddelfreunde ist die aufgewühlte, frei liegende Erde ein echtes Paradies, in dem sie auch kleinere Schätze wie einen Knochen verstecken können.
Zugleich könnte so eine Buddelecke dabei helfen, dass Ihr Hund die Blumenbeete links liegen lässt. Wenn Ihr Hund sich dennoch mit grosser Freude auf Ihre Blumenbeete stürzt, könnte es helfen, wenn Sie die Blumenbeete möglichst eng bepflanzen oder nach der Bepflanzung Steine auf den zu Beginn noch freien Erdflächen verteilen, sodass Ihr Hund wenig unbepflanzten Boden sieht, der ihn zum Buddeln einläd. Anstelle von ebenerdigen Gemüsebeeten sind höhere Hochbeete empfehlenswert, damit der Hund nicht die frisch gepflanzten Tomaten ausbuddeln kann.
Um kleine Schleichwege anzulegen, können Sie mehrere Duft- oder Beerensträucher pflanzen. Lassen Sie dabei genügend Abstand zwischen den Sträuchern, damit einerseits die Sträucher genug Platz haben, um sich zu entfalten, und andererseits der Hund noch hindurchlaufen kann. Mit der Zeit wird er seine eigenen kleinen Trampelpfade kreieren oder sich kleine „Geheimverstecke“ suchen, in die er sich zurückziehen, schnuppern oder heruntergefallene Himbeeren naschen kann. Grössere Bäume wie Ahorn, Kastanie oder Apfel ergänzen diese kleine Hundeoase und sorgen für genügend Schatten an heissen Sommertagen.

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Ein wenig Privatsphäre bitte!

Darüber hinaus sollte der Hund einen regengeschützten Ort haben, an dem er sich jederzeit zurückziehen kann, wenn er mag. Hierfür können Sie entweder eine Hundehütte kaufen oder selbst bauen. Die Hundehütte sollte so gross sein, dass der Hund ausreichend Platz hat, um sich einmal darin umzudrehen und ausstrecken zu können. Zu gross darf die Hütte allerdings auch nicht sein. Denn normalerweise sollte die Körperwärme des Hundes genügen, um das Innere der Hundehütte bei Kälte warm zu halten. Ist dies nicht der Fall, muss sie beheizbar sein.

Tipp: Um Urinflecken auf dem Rasen zu vermeiden, ist eine kleine sandige Kuhle im hinteren Bereich des Gartens mit etwas Sichtschutz – beispielsweise durch Sträucher oder Bäume – die optimale Toilette für den Hund.

Sicherheit geht vor!

Frei herumliegende Gartengeräte oder lose Kabel, die zu bösen Stolperfallen werden können, sollten unbedingt vermieden werden. Generell hat eine Harke oder eine Motorsäge nichts im Garten zu suchen, wenn sie nicht gerade benutzt wird. Für Hundbesitzer:innen (und auch Besitzer:innen anderer Tiere oder für Eltern) gilt allerdings ganz besonders: Alle Gartengeräte müssen nach dem Gebrauch umgehend wieder an einen sicheren und für Tiere (und Kinder) unzugänglichen Ort verstaut werden. Das kann eine abschliessbare Laube, die Garage oder ein Kellerraum sein. Auch Dünger, Pflanzenschutzmittel oder Unkrautvernichter sollten immer sicher und unzugänglich aufbewahrt werden.

Rasen frisch gedüngt - gibt es was zu beachten?

Grundsätzlich muss das Düngergranulat, egal ob mineralisch oder organisch, durch mehrmaliges Bewässern tief in den Grasnarbe eingewaschen werden. Bei Verwendung eines mineralischen Rasendüngers, sollten Hund oder Katze erst dann wieder auf den Rasen, wenn sich die Körner nach zwei bis dreimaliger Bewässerung aufgelöst haben. Nach Gabe von organischem Rasendünger ist der Rasen nach einer gründlichen und ausreichenden Bewässerung sowohl für Hunde als auch Katzen unmittelbar wieder verfügbar. Sollten sich neben Hunden auch Grasfresser, also Meerschweinchen oder Kaninchen, auf dem Rasen aufhalten, so lassen Sie die Tiere erst dann auf den Rasen, wenn die Körner des organischen Düngers durch gründliche Bewässerung nach einigen Tagen zerfallen sind. Die hungrigen Grasfresser sind mit ihrer Schnauze nämlich ganz nah am Boden und können so beim Grasfressen beiläufig den Dünger aufnehmen.

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Gibt es Pflanzen, die für Hunde giftig sind?

Leider gibt es auch Pflanzen, die für Hunde unbekömmlich oder gar tödlich sind. Diese sollten Sie in Ihrem Garten daher umzäunen beziehungsweise entfernen.

Unreife Tomaten sind für Hunde beispielsweise unverträglich. Statt die Tomatenpflanzen also gut zugänglich im Kübel auf der Terrasse zu kultivieren, empfiehlt es sich, sie entweder zu umzäunen, auf ein Hochbeet zu pflanzen oder in einem abschliessbaren Gewächshaus anzubauen.
In der Regel sind jedoch eine Vielzahl an Pflanzen, wie beispielsweise Kapuzinerkresse, Basilikum, Ringelblumen, Margeriten, Katzenminze oder Lavendel, unbedenklich und demnach gut für einen hundefreundlichen Garten geeignet. Problematisch wird es oft, wenn Ihr Hund besonders viel von einer Pflanze isst, da er dann auch von harmloseren Pflanzen Durchfall oder Erbrechen bekommen kann. Achten Sie daher gut auf Ihren Hund und lassen ihn, insbesondere als neugierigen Welpe, lieber nicht unbeobachtet im Garten spielen.

Auf einige Pflanzen wie Blauer Eisenhut oder Eibe sollten Sie allerdings grundsätzlich verzichten, da es hier schon bei geringem Kontakt zum Tod führen kann.

Hier ein kleiner Einblick, welche giftige Gartenpflanzen im hundefreundlichen Garten nichts zu suchen haben:

  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Bärenklau
  • Blauer Eisenhut
  • Buchsbaum
  • Buschwindröschen
  • Chrysantheme
  • Echter Seidelbast
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Fingerhut
  • Herbstzeitlose
  • Hundspetersilie
  • Kirschlorbeer
  • Lilie
  • Maiglöckchen
  • Oleander
  • Rhododendron
  • Rittersporn
  • Stechapfel
  • Stechpalmen
  • Thuja
  • Tollkirsche
  • Zeder

Auch Zimmerpflanzen wie Dieffenbachie, Aronkelch, Efeutute, Azalee, Birkenfeige oder Bogenhanf gehören nicht in die Nähe von Hunden. Bevor Sie Ihren Hund in Ihre vier Wände oder in Ihren Garten lassen, informieren Sie sich daher gut über die verschiedenen Pflanzen und entfernen Sie alle giftigen Pflanzen.

Fazit: 5 Tipps für ein hundefreundliches Fleckchen Erde

  1. Große, robust Rasenfläche zum Austoben anlegen

  2. Schleichwege mit Sträuchern und Bäumen kreieren

  3. Buddelecke einrichten

  4. Ruhezone mit Hundehütte und privater Toilette einrichten

  5. Immer auf die Sicherheit achten 

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